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Presseberichte: |
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| Quelle: Beitrag bei SWR 4 am 06.09.2010
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| Quelle: Welt am Sonntag am 04.09.2011 |
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| Quelle: Stuttgarter Stadtanzeiger vom 13.07.2011 |
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| Quelle: Leonberger Stadtanzeiger vom 07.07.2010
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| Quelle: Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung vom 12.06.2010
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Viele Menschen teilen ihr Leben mit ihrem Haustier, oft über viele Jahre, und finden in
ihnen treue Freunde und Weggefährten. Ungern denken wir darüber nach, was passieren
soll, wenn das Tier eines Tages seinen letzten Weg angetreten hat. Wollen wir aktiv
werden und ihm eine angemessene Bestattung und Ruhestätte gewähren oder lassen wir
geschehen, was sich „einfach so“ ergibt? „Ergeben“ wird sich, daß das Tier in einem
Container der Tierkörperverwertung endet, die unerfreulichen Einzelheiten wollen wir an
dieser Stelle nicht erörtern. „Bewirken“ können wir eine Bestattung oder Kremierung.
Die „Tierbestattung Böblingen“, so benannt, weil der Start des mittlerweile in Leonberg
ansässigen Unternehmens in Böblingen stattfand, vermittelt Kremierungen. Inhaber Oliver
Moraweck berät Sie über die beiden Möglichkeiten Sammelkremierung oder Einzel-
kremierung mit Ascherückführung, wenn gewünscht, auch im Beisein. Das Unternehmen
bietet seine Dienste rumd um die Uhr 365 Tage im Jahr an. Wichtig ist für O. Moraweck,
daß dem verstorbenen Tier möglichst kurze Wege zugemutet werden, daher arbeitet er
mit einem Krematorium im Ludwigsburger Raum zusammen und verfügt über eine eigene
ab 55 Euro, Einzelkremierungen ab 119 Euro. Die „Tierbestattung Böblingen“ hält eine
reiche Auswahl an Urnen bereit, die man vorab auf der Homepage oder bei der Asche-
abholung im Büro in Leonberg-Ramtel aussuchen kann.
Quelle: LEO PferdemarktSpecial 2010
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Letzte Ruhestätte - Vergraben, verbrennen oder verarbeiten lassen?
Ob langjähriger Begleiter, Weggefährte oder Seelentröster: Die meisten Menschen
hängen enorm an ihren Haustieren. Doch wohin mit seinem geliebten Vierbeiner,
wenn dieser eines Tages die Augen für immer schließt?
Viele Leute suchen einen Ort, wo sie ihr Tier begraben, ihm gedenken und es besuchen
können. Wer seinem Vierbeiner einen solchen Ort der Begegnung und Erinnerung
schenken möchte, kann das auf dem »Tierfriedhof animalia« in Stuttgart-Fasanenhof tun.
Engelchen, Tierfiguren, Fotos und jede Menge Blumen schmücken die Gräber der pelzigen
oder gefiederten Seelentröster. |
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Ersatz für den Garten
Zwei Jahre lang hat der Tierfriedhofgründer Maximilian Rothenbacher auf seine
Genehmigung gewartet, ehe er seine Idee der Ruhestätte für Tiere umsetzen konnte.
Für den Katzenliebhaber stand schon immer fest, dass er seine Katzen einmal bestatten
wird. Doch er stellte sich die Frage, was Menschen in Ballungsgebieten mit ihren Haus-
tieren machen, die keinen eigenen Garten haben. Und so rief Rothenbacher vor zwölf
Jahren den »Tierfriedhof animalia« ins Leben.
Ab 189 Euro für ein anonymes Grab oder einer fünfjährigen Grabpacht von 75 Euro im
Jahr kann man dort seinen geliebten Gefährten beerdigen lassen. |
Alternative: Tierbestatter
Oliver Moraweck bietet für Haustiere nahezu den gleichen Service, den man von
Bestattungsunternehmen für Menschen kennt. Seit rund vier Wochen ist er mit seinem
Unternehmen in Leonberg ansässig, davor begleitete er die Tiere von Dagersheim aus
auf ihrem letzten Weg. Die Idee dazu erwuchs aus eigener Erfahrung. Als absehbar war,
dass es mit seinem Hund »Duke« zu Ende ging, kam für Moraweck nur ein Tierbestatter
in Frage. Da er aber im ganzen Kreis nicht fündig wurde, ergriff er selbst die Initiative.
Seitdem bietet Moraweck seine Dienste rund um die Uhr an. Hunde, Katzen und Kleintiere
sind am häufigsten vertreten, ab und zu wird es ausgefallen: »Vor einiger Zeit wandte
sich die Besitzerin eines Mini-Schweins an mich. Das war besonders tragisch, weil es
sich um das erste Haustier der Frau handelte«, verrät Moraweck.
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»Mit den Nerven runter«
Die Tiere können bei ihm abgegeben werden, meist holt er sie aber bei den BesitzerInnen
ab: »Die Leute sind dann mit den Nerven runter. Manche wollen auch nicht viel mit dem
Thema Tod zu tun haben.« Anschließend bringt Moraweck die Tiere ins Krematorium
Remseck, das Leonberg am nächsten liegt. Manchmal würden die Tiere durch ganz
Deutschland »gekarrt«. Davon halte er aber nichts, schließlich gehe es um einen liebge-
wonnenen Begleiter, der auch so behandelt werden sollte. |
Zu Hause begraben
Eine weitere Alternative ist das Vergraben des Tieres auf eigenem Grundstück.
Dabei muss man aber mehrere Regeln beachten. Das Grundstück dürfe nicht im
Landschafts- oder Wasserschutzgebiet und nicht in der Nähe öffentlicher Wege liegen.
Außerdem müsse der Tierleichnam so vergraben werden, dass er von einer mindestens
50 Zentimeter starken Erdschicht bedeckt ist, informiert Dr. Manfred Koch, Leiter des
Amts für Veterinärwesen und Verbraucherschutz im Landkreis Böblingen. Tierfriedhof
gebe es keinen im Kreis. Sein Tier stattdessen im Wald oder auf der Wiese zu vergraben,
sei jedoch nicht erlaubt und stelle eine Ordnungswidrigkeit dar. |
Schaurig
Wer auf eine Bestattung verzichten möchte, kann die sterblichen Überreste von der
Tierkörperbeseitigungsanstalt für 17 Euro abholen lassen oder bei einer der Tierkörper-
sammelstellen in Leonberg, Sindelfingen und Herrenberg-Kayh kostenfrei abgeben.
Allerdings wissen Viele nicht, was dort passiert. »Die Tiere werden zusammen mit
Schlachtresten verhäckselt und weiterverarbeitet, unter anderem zu Bio-Diesel«,
beschreibt Moraweck die Vorgehensweise. |
Großteil wird beseitigt.
»Nur etwa fünf Prozent der Haustiere werden im heimischen Garten bestattet, weitere
drei bis fünf Prozent kommen zu einem Tierbestatter«, fügt er hinzu. Diesen Umstand
führt Moraweck auf die Unkenntnis der BesitzerInnen zurück. Manche Leute informierten
sich zwar vorher, andererseits klärten die Tierärzte nach einer Einschläferung aber oft
nicht darüber auf, dass es Tierbestatter gebe, weshalb bislang rund 90 Prozent aller
Haustiere schließlich in der Tierkörperbeseitigungsanlage endeten.
Quelle: Leonberger Stadtanzeiger vom 18.11.2009 |
Trauer und Tod gehören zum Tagesgeschäft
Oliver Moraweck ist Tierbestatter in Dagersheim
Von Anna Hunger
Sushi ist 10 Jahre alt, als er aufhört zu fressen. Er schlief mit zwei
kleinen Katzen im Körbchen, war Fotomodell für zwei Hundebücher,
war Rettungshund. Und weil er nie gebellt hat, haben ihm Michaela
Schelk und Steffen Kienle beigebracht zu gurren, wie eine Taube.
Dann kam der Tierarzt mit einer Spritze, um den Hund von den
Schmerzen eines Krebsgeschwürs zu erlösen. Mehr als 30 kg hat
das weiße Tier mit dem schwarzen Fleck am Auge gewogen.
Ein Kilo graue Asche ist geblieben.
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Oliver Moraweck hat in seinem Leben schon viele Jobs gehabt.
Auf dem Weg zum Tierkrematorium in Remseck erzählt er, wie er Armaturenbretter für
Großraumlimousinen entwickelt hat, von seiner Zeit als Kneipier, von seinem Feuer-
löscherwartungsdienst, vom BWL-Studium und der Lehre als Speditionskaufmann.
"Das war was", sagt Moraweck. "Leck mich am Socken." Zwischendurch tönt immer
wieder die Synchronstimme des Schauspielers Bruce Willis aus dem Navigationsgerät:
"Bleiben sie links." Moraweck lacht oft und laut und zeigt dabei große, weiße Zähne.
Manchmal zupft er den Haargummi an seinem Pferdeschwanz fest. Seine Freunde nennen
ihn "Lagerfeld" wegen des Zopfs.
Irgendwann zwischen dem Bücherdirektvertrieb und der Zeit als Bereichsleiter in einem
Elektrogroßmarkt erkrankt Morawecks Hund Duke an Milzkrebs. "Der Gedanke, Duke
wenn es soweit ist einfach beim Tierarzt zu lassen, war furchtbar", erzählt er. Und weil
es fast keine Tierbestattungsunternehmen in der Umgebung gibt, beschloss Moraweck,
einfach selbst ins Geschäft mit dem Tod einzusteigen. "Da tut man etwas für die
Tierhalter", sagt Moraweck. "Etwas Sinnvolles." Im Dezember 2008 eröffnet er im alten
Postgebäude in Dagersheim einen Laden. Wo vor kurzem noch Briefe sortiert und
Päckchen gewogen wurden, steht jetzt ein weißes Ledersofa. "Tierbestattung Böblingen",
prangt an den Fenstern mit Sichtschutz. "Abschied in Würde".
Oft ist das Tier ein Ersatz für Kinder.
Auf dem Parkplatz des Tierkrematoriums zieht Moraweck eine schwarze Kiste von der
Ladefläche des Ford Pick-up. 14 Kilo Hund, ein Kilo Ratte in weißen Hygienebeuteln mit
jeweils einem Kremierungsstein. Hellgelb ist die Tonscheibe mit der eingestanzten Zahl.
Später, wenn sie mit dem Tier in den Verbrennungsofen kommt, wird sie sich grau ver-
färben. Der Beweis, dass der Kunde auch die Asche des eigenen Tieres zurückbekommt.
Im Verbrennungsraum riecht es nach dem glühenden Metall der Blechwannen, in denen
die Tierkadaver in den fast tausend Grad heißen Ofen geschoben werden. Eine Flamme
lodert hinter dickem Fensterglas, an der Wand hängt ein Teddybär. Wenn Walter Rupff,
der Inhaber des Tierkrematoriums, die weißen Beutel in den Ofen schiebt, achtet er
darauf, dass technisch alles klappt. "Wenn ich jedes Mal über die Tiere nachdenken
würde, könnte ich diesen Job nicht machen", sagt er sachlich. Aber manchmal, geht die
Trauer der Tierbesitzer sogar ihm nahe. "Oft ist der Hund ein Kind-Ersatz", sagt Rupff,
dann muss er sich bemühen, den Job nicht mit nach Hause zu nehmen. Walter Rupff
übergibt Oliver Moraweck einen Beutel mit grauer Asche. "Sushi", steht auf dem Zettel,
der an der Tüte klemmt.
Der Tod ist für Oliver Moraweck das Ende. Danach kommt nichts mehr. "Wo sollen
denn all die Seelen Platz haben", fragt er ein bisschen bedrückt. Der Tod gehört zum
Leben wie die Geburt. Ein Kreislauf. Und Oliver Moraweck vermittelt. Zwischen dem Tod
und dem, was danach mit einem Tierkörper passiert. Er holt die Tiere ab oder lässt sie
sich von den Tierbesitzern bringen, fährt die sterblichen Überreste von Hunden, Katzen,
Hamstern oder Wellensittichen zur Kremierung, holt die Asche wieder ab und übergibt
sie den hinterbliebenen Tierhaltern. 250 Euro hat es gekostet, Sushi einäschern zu lassen.
"Bleiben sie rechts", befiehlt Bruce Willis, als Moraweck nach Dagersheim einbiegt.
Die Frühlingssonne strahlt durch die Fenster in der Hauptstraße 35. Bricht sich auf den
Metallurnen, die der Tierbestatter zur Auswahl auf Regalbrettern aufgereiht hat. Es gibt
eckige Urnen mit Sonnenuntergängen und Himmelstreppen, Runde mit einer Kerze
obendrauf, Pyramiden mit Pfotenabdrücken und Engeln. An einem kleinen Tisch sitzen
Michaela Schelk und Steffen Kienle vor einer hellbraunen Holzurne.
"Sushi sah aus wie der Hund von den kleinen Strolchen" erzählt das Paar und schaut
wie gebannt auf das Holzgefäßes, das für die kommenden Jahrzehnte zur Einrichtung
gehören soll. Oliver Moraweck lacht sein zahniges Lachen und streicht sich über den
Lagerfeld-Zopf. Sushi ist schnell gestorben, erzählt Michaela Schelk. Ohne Schmerzen.
"Ich wäre froh, wenn ich auch einmal so friedlich sterben könnte", sagt sie. Wenig später
steht die Urne von Sushi auf dem Wohnzimmerregal. Damit der Hund, der zehn Jahre
lang zur Familie gehört hat, seine letzte Ruhe in gewohnter Umgebung findet. Damit er
trotzdem immer dabei ist. Damit der Tod des Tieres nicht das Letzte ist, an das man
sich erinnert.
Quelle: Kreiszeitung Böblinger Bote vom 16.04.2009
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